Schlagwort: Rentenbeitragssatz 2026

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    Rentenbeitrag

    Rentenbeitrag berechnen: Aktuelle Sätze und Auswirkungen 2026

    Der Rentenbeitrag bestimmt die Höhe Ihrer späteren Rente. Welcher Beitragssatz 2026 gilt, wie er berechnet wird und was Gutverdiener jetzt beachten sollten.

    Rentenbeitrag 2026: Höhe, Berechnung und Auswirkungen

    Der Rentenbeitrag bestimmt als zentraler Baustein des deutschen Sozialversicherungssystems die spätere Höhe Ihrer gesetzlichen Rente.

    Die Rentenbeiträge 2026 bleiben stabil, doch für Gutverdienende wird es teurer. Der Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung beträgt 2026 unverändert 18,6 Prozent und bleibt somit im neunten Jahr in Folge stabil. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich den Rentenbeitrag paritätisch, sodass jeder 9,3 Prozent des Bruttolohns trägt. Die wichtigste Änderung betrifft jedoch die Beitragsbemessungsgrenzen, die deutlich ansteigen und damit höhere Belastungen für viele mit sich bringen.

    Was ist ein Rentenbeitrag?

    Der Rentenbeitrag ist eine monatliche Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung und dient vor allem zur Absicherung im Alter durch den Aufbau einer Altersrente. Er ist Teil der Sozialversicherungsbeiträge und wird auf Basis des Bruttolohns berechnet. Der Beitrag fließt in das Umlageverfahren ein, bei dem die aktuellen Einzahlungen die laufenden Renten finanzieren. Der Rentenversicherungsbeitrag muss von allen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind, als Pflichtbeitrag auf Löhne aus nicht selbstständiger Arbeit gezahlt werden.

    Aus den eingezahlten Beiträgen entstehen Entgeltpunkte, die später die Höhe Ihrer Rente bestimmen. Die Höhe der Entgeltpunkte ergibt sich unter anderem aus dem Verhältnis des Einkommens des Versicherten mit dem Durchschnittseinkommen aller Versicherten. So entspricht 1,0 Rentenpunkt genau dem Bruttodurchschnittsgehalt. Sollte Ihr Verdienst nur halb so hoch sein, wird Ihnen ein halber Rentenpunkt zugeschrieben.

    📊 Schätzfrage

    Wie viele Jahre bleibt der Rentenbeitragssatz bereits unverändert?

    5

    12

    9

    Jahre

    Der Beitragssatz von 18,6 Prozent ist seit 2018 stabil und wird 2026 zum neunten Mal in Folge nicht erhöht.

    Wie hoch sind die Rentenbeitragssätze 2026?

    Im Jahr 2026 beträgt der Rentenbeitrag 18,6 Prozent des Bruttolohns. Diese Stabilität dokumentiert die solide Finanzlage der Rentenversicherung trotz demografischer Herausforderungen. Seit nunmehr acht Jahren liegt der Beitragssatz stabil bei 18,6 %. Im Unterschied zur These, dass die Rentenversicherung nicht mehr finanzierbar sei, liegt der aktuelle Beitragssatz damit sogar 1,7 Prozentpunkte niedriger als 1998.

    Der Arbeitnehmeranteil beträgt monatlich 9,3 Prozent des Bruttolohns, während der Arbeitgeber denselben Betrag übernimmt. Bei einem Bruttoeinkommen von 4.000 Euro zahlen Sie also 372 Euro Rentenbeitrag, Ihr Arbeitgeber ebenfalls 372 Euro. Zusammen fließen damit 744 Euro in die Rentenkasse.

    Für die knappschaftliche Rentenversicherung gelten andere Sätze: Der Beitragssatz zur knappschaftlichen Rentenversicherung bleibt unverändert bei 24,7 Prozent. Der Arbeitnehmeranteil beträgt 9,3 Prozent, der Arbeitgeberanteil 15,4 Prozent. Diese höheren Sätze spiegeln die besonderen Arbeitsbedingungen in Branchen wie dem Bergbau wider.

    Beitragsbemessungsgrenze – Wer zahlt wie viel?

    Die Beitragsbemessungsgrenze markiert das maximale Einkommen, bis zu dem Rentenbeiträge erhoben werden. In der allgemeinen Rentenversicherung erhöht sich die bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze auf 8.450 Euro/Monat (2025: 8.050 Euro/Monat). Das entspricht einem Jahreseinkommen von 101.400 Euro (Stand 2026).

    In der knappschaftlichen Rentenversicherung erhöht sich die bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze auf 10.400 Euro/Monat (2025: 9.900 Euro/Monat). Diese höheren Grenzen berücksichtigen die besonderen Anforderungen und Risiken in knappschaftlichen Berufen.

    Ein historischer Meilenstein: Bereits seit 2025 gelten in Ost- und Westdeutschland einheitliche Rechengrößen. Damit entfällt die bisherige Unterscheidung zwischen alten und neuen Bundesländern bei der Beitragsbemessung. Diese Angleichung beendet eine über 30-jährige Trennung im deutschen Rentensystem.

    🔍 Mythos oder Fakt?

    Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze wird gar nicht besteuert

    nein

    Einkommen über 8.450 Euro monatlich bleibt nur beitragsfrei in der Rentenversicherung, unterliegt aber weiterhin der Einkommensteuer.

    Für Beschäftigte mit höheren Einkommen bedeutet die gestiegene Grenze konkrete Mehrbelastungen. Ein Beispiel: Verdient eine Arbeitnehmerin 9.500 Euro brutto im Monat, werden 2026 nur 8.450 Euro für die Rentenversicherung verbeitragt – der darüberliegende Betrag von 1.050 Euro bleibt beitragsfrei und erhöht ihre gesetzliche Rente nicht.

    Wie berechnen sich die Höchstbeiträge?

    Die maximale Beitragshöhe ergibt sich aus einer einfachen Formel: Beitragsbemessungsgrenze × Beitragssatz = monatlicher Höchstbeitrag. Im Jahr 2026 beträgt der maximale Rentenbeitrag:

    Allgemeine Rentenversicherung:

    8.450 Euro × 18,6 % = 1.571,70 Euro monatlich

    Knappschaftliche Rentenversicherung:

    10.400 Euro × 24,7 % = 2.568,80 Euro monatlich

    Diese Höchstbeiträge werden paritätisch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt. In der allgemeinen Rentenversicherung zahlt jeder maximal 785,85 Euro monatlich.

    Die folgende Tabelle zeigt Beispiele für verschiedene Einkommensstufen 2026:

    BruttoeinkommenAN-BeitragAG-BeitragGesamt
    3.000 €279,00 €279,00 €558,00 €
    5.000 €465,00 €465,00 €930,00 €
    8.450 €785,85 €785,85 €1.571,70 €
    10.000 €785,85 €785,85 €1.571,70 €

    Freiwillige Rentenbeiträge – Welche Optionen gibt es?

    Der monatliche Mindestbeitrag für die freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung steigt ab 1. Januar 2026 von 103,42 Euro auf 112,16 Euro, der Höchstbeitrag von 1.497,30 Euro auf 1.571,70 Euro. Diese Flexibilität ermöglicht es Selbstständigen und anderen nicht Pflichtversicherten, ihre Beiträge individuell zu gestalten.

    Alle Menschen, die mindestens 16 Jahre alt sind, ihren Wohnsitz in Deutschland haben und in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht pflichtversichert sind, können diese freiwilligen Beiträge leisten, ebenso Deutsche mit Wohnsitz im Ausland. Auch Menschen mit vorgezogener Altersrente können bis zum regulären Rentenalter freiwillig einzahlen.

    Eine besondere Möglichkeit: Bis spätestens 31. März 2026 können noch freiwillige Beiträge für das Jahr 2025 gezahlt werden. Möglich ist dies mit Beträgen zwischen 112,16 Euro und 1.497,30 Euro.

    Der Mindestbeitrag basiert auf der Minijob-Grenze: Die Minijob-Grenze, also die monatliche Verdienstgrenze im Minijob, steigt 2026 von 556 Euro auf 603 Euro. Daraus ergibt sich der neue Mindestbeitrag von 112,16 Euro (603 Euro × 18,6 %).

    🔄 Karteikarte

    Durchschnittsentgelt

    Das Durchschnittseinkommen aller Rentenversicherungspflichtigen in einem Jahr. 2026 beträgt es vorläufig 51.944 Euro und bestimmt die Berechnung der Entgeltpunkte.

    Was kosten Entgeltpunkte 2026?

    Das Durchschnittsentgelt in der Rentenversicherung, das zur Bestimmung der Entgeltpunkte im jeweiligen Kalenderjahr dient, beträgt 51.944 Euro im Jahr. 2026 kostet ein Rentenpunkt etwa 9.661,58 Euro. So hoch ist laut der Deutschen Rentenversicherung bei einem vorläufigen Durchschnittsentgelt von 51.944 Euro der zu leistende Beitrag zur Rentenversicherung.

    Die Entgeltpunkte bestimmen direkt Ihre spätere Rente. Bei einem für dieses Jahr geschätzten Brutto-Durchschnittsentgelt von 51.944 Euro könnte man laut der Deutschen Rentenversicherung 2026 also maximal 1,9521 Rentenpunkte erhalten. Dies entspricht der Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 Euro geteilt durch das Durchschnittsentgelt.

    Beispiele für Entgeltpunkte 2026:

    • Bei 30.000 Euro Jahreseinkommen: 0,58 Entgeltpunkte
    • Bei 40.000 Euro Jahreseinkommen: 0,77 Entgeltpunkte
    • Bei 51.944 Euro Jahreseinkommen: 1,00 Entgeltpunkt
    • Bei 80.000 Euro Jahreseinkommen: 1,54 Entgeltpunkte
    • Bei 101.400 Euro Jahreseinkommen: 1,95 Entgeltpunkte (Maximum)

    Auswirkungen der gestiegenen Beitragsbemessungsgrenze

    Grundlage ist die Lohnentwicklung 2024 mit einem Anstieg von 5,16 Prozent. Diese positive Lohnentwicklung führt automatisch zu höheren Beitragsbemessungsgrenzen. Von der Erhöhung betroffen sind nur Personen mit Einkommen oberhalb der bisherigen Bemessungsgrenzen – für die Mehrheit der Versicherten ändert sich nichts.

    Konkrete Auswirkungen zeigt folgendes Beispiel: Ein Beschäftigter verdient 8.400 Euro brutto im Monat. Im Jahr 2026 liegt die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung bei 8.450 Euro monatlich. Das bedeutet, dass das gesamte Einkommen von 8.400 Euro renten- und arbeitslosenversicherungspflichtig ist.

    2025 lag die Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung bei 8.050 Euro pro Monat. Das bedeutet, dass von den 8.400 Euro nur 8.050 Euro renten- und arbeitslosenversicherungspflichtig waren. 350 Euro lagen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze und waren beitragsfrei. Diese 350 Euro werden ab 2026 vollständig in die Renten- und Arbeitslosenversicherung einbezogen.

    Die steuerliche Behandlung bleibt vorteilhaft: Rentenbeiträge sind als Sonderausgaben absetzbar. Der Höchstbetrag orientiert sich an der knappschaftlichen Rentenversicherung und steigt entsprechend der Beitragsbemessungsgrenze. Neben der gesetzlichen Rente bieten sich auch andere Altersvorsorgeoptionen wie die betriebliche Altersversorgung als sinnvolle Ergänzung an.

    Fazit

    Der Rentenbeitragssatz bleibt 2026 mit 18,6 Prozent stabil und dokumentiert die neunte Jahr in Folge unveränderte Beiträge. Die wichtigste Änderung betrifft die gestiegene Beitragsbemessungsgrenze von 8.450 Euro monatlich (101.400 Euro jährlich), die erstmals bundesweit einheitlich gilt. Freiwillige Beiträge können zwischen 112,16 Euro und 1.571,70 Euro monatlich gewählt werden, wobei Nachzahlungen für 2025 bis 31. März 2026 möglich sind. Ein Entgeltpunkt kostet 2026 etwa 9.661,58 Euro basierend auf dem Durchschnittsentgelt von 51.944 Euro. Die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze um 400 Euro monatlich führt für Gutverdienende zu spürbaren Mehrbelastungen, während die Mehrheit der Beschäftigten unveränderte Beiträge zahlt. Die kontinuierliche Stabilität des Beitragssatzes seit 2018 widerlegt Befürchtungen einer unbezahlbaren Rentenversicherung und zeigt die Anpassungsfähigkeit des Systems an demografische Veränderungen.

    Häufig gestellte Fragen

    Wie hoch ist der Rentenbeitragssatz 2026?

    Der Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung bleibt 2026 unverändert bei 18,6 Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich den Beitrag paritätisch, jeder trägt 9,3 Prozent des Bruttolohns. In der knappschaftlichen Rentenversicherung beträgt der Satz 24,7 Prozent.

    Wie hoch ist die Beitragsbemessungsgrenze 2026?

    Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung steigt 2026 auf 8.450 Euro monatlich (2025: 8.050 Euro). Seit dem 1. Januar 2026 entfällt die frühere Unterscheidung zwischen Ost und West komplett. Einkommen über dieser Grenze sind beitragsfrei.

    Welche freiwilligen Rentenbeiträge können Selbstständige zahlen?

    Selbstständige können 2026 jeden Betrag zwischen dem Mindestbeitrag von 112,16 Euro und dem Höchstbeitrag von 1.571,70 Euro monatlich wählen. Die Beitragshöhe kann monatlich flexibel angepasst werden. Freiwillige Beiträge für 2025 können bis zum 31. März 2026 nachgezahlt werden.

    Wie berechnet sich der maximale Rentenbeitrag?

    Der Höchstbeitrag ergibt sich aus der Beitragsbemessungsgrenze multipliziert mit dem Beitragssatz: 8.450 Euro × 18,6 Prozent = 1.571,70 Euro monatlich. Dieser wird paritätisch aufgeteilt, sodass Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils maximal 785,85 Euro zahlen. Höhere Einkommen führen nicht zu höheren Beiträgen.

  • Gesetzliche Rentenversicherung

    Gesetzliche Rentenversicherung

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    Die gesetzliche Rentenversicherung ist das Fundament der Altersvorsorge. Beitragssätze, Altersgrenzen und Rentenwert 2026 – und was die Reform für Sie bedeutet.

    Gesetzliche Rentenversicherung 2026: Beitragssätze, Altersgrenzen und Rentenwert

    Die gesetzliche Rentenversicherung bildet das Fundament der Altersvorsorge in Deutschland. 2026 bringt wichtige Änderungen: Der Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung bleibt stabil bei 18,6 Prozent, die Beitragsbemessungsgrenze steigt auf monatlich 8.450 Euro und der Rentenwert erhöht sich um 4,24 Prozent. Für wen diese Anpassungen konkret bedeutsam sind und wie die gesetzliche Rentenversicherung funktioniert, erläutern wir hier.

    Funktionsweise der gesetzlichen Rentenversicherung

    Die gesetzliche Rentenversicherung arbeitet nach dem Umlageverfahren. Das bedeutet: Die Beiträge heutiger Arbeitnehmer und Arbeitgeber finanzieren direkt die Renten der aktuellen Rentner – ohne dass jeder für seine eigene Rente spart.

    Bei der gesetzlichen Rentenversicherung teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Beitrag nach dem Prinzip der Beitragsparität. Jede gezahlte Contribution wird in sogenannte Entgeltpunkte umgerechnet. Diese Punkte sind später entscheidend für die Berechnung Ihrer Rente.

    🔄 Karteikarte

    Umlageverfahren

    Aktuell Versicherte finanzieren aktive Rentner direkt – ohne dass Kapital für die eigene Rente aufgebaut wird.

    Beitragssätze und Grenzen 2026 im Überblick

    Der Gesamtbeitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt 2026 unverändert bei 18,6 Prozent. Dies ist bereits das neunte Jahr in Folge – ein Zeichen für die Stabilität des Systems. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen je 9,3 Prozent.

    Während der Beitragssatz gleich bleibt, steigt die Beitragsbemessungsgrenze deutlich: von 8.050 Euro (2025) auf 8.450 Euro monatlich – eine Erhöhung um 400 Euro. Jahresweise ergibt das 101.400 Euro statt 96.600 Euro.

    Wer profitiert oder ist betroffen? Normalverdiener zahlen keinen zusätzlichen Beitrag. Nur Personen mit Einkommen über 8.450 Euro monatlich zahlen höhere Rentenbeiträge – erhalten aber auch keine entsprechend höheren Rentenansprüche aufgrund der Beitragsbemessungsgrenze.

    Die Minijob-Grenze steigt ebenfalls: Sie erhöht sich 2026 von 556 Euro auf 603 Euro monatlich. Diese Anpassung folgt der Entwicklung des gesetzlichen Mindestlohns, der 2026 auf 13,90 Euro steigt.

    Kategorie20252026Veränderung
    Beitragssatz18,6%18,6%unverändert
    Beitragsbemessungsgrenze (monatlich)8.050 €8.450 €+400 €
    Beitragsbemessungsgrenze (jährlich)96.600 €101.400 €+4.800 €
    Minijob-Grenze556 €603 €+47 €
    Arbeitnehmeranteil9,3%9,3%unverändert

    🧠 Quiz

    Wie hoch ist der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung 2026?

    18,2 Prozent

    18,6 Prozent

    19,2 Prozent

    B

    Der Beitragssatz bleibt unverändert bei 18,6% – bereits das neunte Jahr hintereinander (Stand 2026).

    Renteneintrittsalter und Übergänge 2026

    Das Renteneintrittsalter in der gesetzlichen Rentenversicherung steigt schrittweise. 2026 können die im Jahr 1960 Geborenen mit 66 Jahren und 4 Monaten in Rente gehen. Die genaue Grenze hängt vom Geburtsmonat ab: Wer im Januar 1960 geboren wurde, startet ab 1. Juni 2026.

    Die Regelaltersgrenze von 67 Jahren gilt vollständig erst für alle ab Geburtsjahrgang 1964. Darunter liegende Jahrgänge profitieren von gestaffelten Grenzen:

    • 1960 Geborene: 66 Jahre 4 Monate
    • 1961 Geborene: 66 Jahre 6 Monate
    • 1962 Geborene: 64 Jahre 8 Monate (abschlagsfrei)
    • 1963 Geborene: 66 Jahre 10 Monate
    • 1964+ Geborene: 67 Jahre (einheitlich)

    Wer vor dem regulären Alter in Rente geht, muss Abschläge akzeptieren. Der Abschlag beträgt 0,3 Prozent pro Monat Vorbezug. Für 1963 Geborene, die mit 63 statt 66 Jahren 10 Monaten Rente beziehen, bedeutet das einen Abschlag von rund 13,8 Prozent – lebenslang.

    💡 Schon gewusst?

    Die abschlagsfreie „Rente ab 63″ für langjährig Versicherte (45 Jahre) verschiebt sich weiter nach hinten und ist 2026 erst für 1962 Geborene erreichbar (Stand 2026).

    Rentenberechnung und Rentenwert 2026

    Die Basis jeder Rente sind die Entgeltpunkte. Ein Punkt entsteht, wenn Sie das deutsche Durchschnittseinkommen verdienen. 2026 liegt dieses bei 51.944 Euro jährlich. Bei diesem Gehalt erhalten Sie einen Rentenpunkt.

    Die Rechnung ist simpel: Ihr Jahreseinkommen ÷ Durchschnittsentgelt = Entgeltpunkte. Beispiele:

    • 40.000 Euro Verdienst = 0,77 Punkte
    • 80.000 Euro Verdienst = 1,54 Punkte
    • Maximum bei 101.400 Euro = 1,95 Punkte (Beitragsbemessungsgrenze)

    Ein Rentenpunkt ist 2026 exakt 9.661,58 Euro wert – berechnet aus dem Durchschnittsentgelt und dem Beitragssatz.

    Der aktuelle Rentenwert steigt um 4,24 Prozent. Ab 1. Juli 2026 erhöht sich ein Entgeltpunkt von 40,79 Euro auf 42,52 Euro monatlich. Dies bedeutet für eine Durchschnittsrente (45 Jahre mit Durchschnittsverdienst) eine Erhöhung um rund 77,85 Euro monatlich auf etwa 1.488 Euro.

    Beispielrechnung:

    35 Entgeltpunkte × 42,52 Euro = 1.488,20 Euro Bruttorente monatlich

    Die Rentenanpassung folgt der seit 2019 geltenden Haltelinie: Das Rentenniveau bleibt bei 48 Prozent. Diese Haltelinie wurde per „Rentenpaket 2025″ bis zur Anpassung 2031 verlängert und sichert damit das Leistungsversprechen der gesetzlichen Rentenversicherung.

    Freiwillige Beiträge und Aufstockungsmöglichkeiten

    Wer seine Rente aufbessern möchte, kann freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen. Diese Möglichkeit steht auch Selbstständigen und anderen Nichtversicherten offen.

    Die Spanne liegt 2026 zwischen 112,16 Euro (Mindestbeitrag) und 1.571,70 Euro (Höchstbeitrag) monatlich. Ein einzelner Rentenpunkt kostet 9.661,58 Euro. Diese Investition kann rentabel sein, da jeder Punkt lebenslang gezahlt wird und von allen künftigen Rentenanpassungen profitiert.

    Personen ab 50 Jahren können Ausgleichszahlungen leisten, um Abschläge beim früheren Renteneintritt auszugleichen. Diese Zahlungen sind steuerlich absetzbar – bis 30.826 Euro für Singles oder 61.652 Euro für Paare (2026).

    Eine weitere Regel seit 2023: Wer bereits Altersrente bezieht, kann unbegrenzt hinzuverdienen – Hinzuverdienstgrenzen fallen weg. Dies ermöglicht es Rentnern, bei vollem Rentenbezug weiterzuarbeiten.

    Ausblick und Reformperspektiven

    Die gesetzliche Rentenversicherung bleibt trotz demografischer Herausforderungen stabil. Die Haltelinie beim Rentenniveau (48%) gilt bis 2031 und sichert das Leistungsversprechen. Danach wird eine Alterssicherungskommission neue Reformvorschläge vorlegen.

    Die schrittweise Anhebung der Altersgrenzen setzt sich bis 2031 fort. Gleichzeitig werden Kindererziehungszeiten ab 2028 vollständig angerechnet (Mütterrente). Experten diskutieren mehr Flexibilität beim Übergang zwischen Erwerbs- und Rentenphase.

    Trotz aller Diskussionen: Die gesetzliche Rentenversicherung bleibt die tragfähigste Säule der Altersvorsorge. Mit stabilen Beitragssätzen und kräftigen Rentenerhöhungen profitieren Rentner direkt von der wirtschaftlichen Entwicklung.

    Fazit

    2026 zeigt die gesetzliche Rentenversicherung Stabilität: Der Beitragssatz bleibt neun Jahre unverändert, die Rente steigt um über 4 Prozent, der Rentenwert liegt bei 42,52 Euro. Die Beitragsbemessungsgrenze erhöht sich auf 8.450 Euro monatlich, die Altersgrenzen steigen weiter. Mit der bis 2031 verlängerten 48-Prozent-Haltelinie ist das Rentenniveau gesichert. Wer seine Altersversorgung optimieren möchte, sollte freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung prüfen und diese durch betriebliche Altersversorgung oder Riester-Rente ergänzen.

    Häufig gestellte Fragen

    Wie hoch ist der Rentenbeitragssatz 2026?

    Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt 2026 unverändert bei 18,6 Prozent. Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen jeweils die Hälfte, also 9,3 Prozent. Diese Stabilität besteht seit 2018.

    Wann kann ich 2026 in Rente gehen?

    Im Jahr 1960 Geborene erreichen die Regelaltersgrenze mit 66 Jahren und 4 Monaten und können von Juni 2026 bis Mai 2027 abschlagsfrei in Rente gehen. Das Renteneintrittsalter steigt kontinuierlich weiter an, bis es bei Jahrgang 1964 bei 67 Jahren liegt.

    Wie hoch ist die Beitragsbemessungsgrenze 2026?

    Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung steigt 2026 auf 8.450 Euro monatlich beziehungsweise 101.400 Euro jährlich. Einkommen oberhalb dieser Grenze bleibt beitragsfrei, führt aber auch nicht zu höheren Rentenansprüchen.

    Wie funktioniert das Umlageverfahren der Rente?

    Die gesetzliche Rentenversicherung arbeitet nach dem Umlageverfahren: Die aktuellen Beitragseinnahmen und Steuerzuschüsse finanzieren direkt die Rentenausgaben desselben Jahres. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich den Beitrag paritätisch.